ZukunftsZucker zeigt den Handel mit dem weißen Gold von der Vergangenheit bis heute: Eine Reise durch die Zuckergeschichte: mit allen Sinnen und der Frage nach der Zukunft des Zuckers in einer globalisierten Welt.
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Zucker ist eines der ältesten Handelsgüter der Welt. Geschichtlich entwickelt er sich von der Rarität über das Luxusgut zur globalen Massenware. Heute verführen die Süßigkeiten schon die Kleinsten und Zucker wird weltweit zunehmend zum gesundheitlichen Sorgen- und marktpolitischen Problemkind. Die Zusammenhänge sind komplex und ihr Verständnis erfordert oft ein genaues Hinsehen.
Wer weiß schon genau, welche Produkte Zucker enthalten und wie viel? Wo der Zucker weltweit erzeugt wird bzw. wurde und wie? Was unter der neuen Zuckermarktordnung (ZMO) zu verstehen ist? Wer dabei die Gewinner und wer die Verlierer sind? Weklche Entwicklungsperspektiven es gibt und welche konkreten Handlungsmöglichkeiten für die Akteure?
Die Ausstellung ZukunftsZucker nimmt die Diskussion um Kriterien eines solidarischen Welthandels auf und verdeutlicht die Folgen des Zuckerhandels für verschiedene Länder. Sie richtet sich im Schwerpunkt an junge Menschen zwischen 14 und 30 jahren und gliedert sich in 15 thematische Module. Sowohl für die heimischen Rübenbauern als auch für viele Zuckerrohrproduzenten des Südens birgt die neue Zuckermarktordnung große Probleme.
Der Kampf zwischen Rohr und Rübe, zwischen Nord und Süd und zwischen Großgrundbesitzern und Landarbeitern zieht sich durch die Geschichte. Dabei geht es um soziale, kulturelle und ökologische Rechte ebenso wie um staatliche Regulation, denen der Zuckermarkt schon früh unterliegt. Für die Zukunft des Zuckers stellt sich vor allem die Frage eines veränderten Gebrauchs vom Lebensmittel zu alternativen Produkten wie etwa dem Bioethanol.
bietet vielfältige Möglichkeiten durch interaktive Lern- und Erlebnisangebote diese im Umbruch befindliche "Welt des Zuckers" besser zu verstehen und eigene Handlungsoptionen zu entwickeln. Alle Angebote sollen dazu beitragen, die Wahrnehmung und das Urteilsvermögen der BesucherInnen zu schärfen. Deshalb werden unterschiedliche Sinne wie das Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und schmecken sowie der Verstand gleichermaßen angesprochen.
Dieses reicht vom Getränketest bis zum Barometer, in dem es zu entscheiden gilt, welche Kriterien für eine nachhaltige Handelsentwicklung am wichtigsten sind. Die Aufgabenstellung zu den einzelnen Themenmodulen sind fächerübergreifend angelegt, um den verschiedenen Interessen und Fertigkeiten der BesucherInnen entgegen zu kommen. Es besteht die Möglichkeit, weitergehende Angebote des "ZUCKERPROJEKTES" zu nutzen.
Die Ausstellung will vor allem den Dialog zwischen den Besuchern und den Aktueren in der "Welt des Zuckers" anregen. Wichtige Impulse dazu geben Personen aus der Geschichte und Gegenwart wie eine Mutter mit Kind, der historische Kaufmann Schimmelmann, Napoleon oder Gandhi, Vertreter der Welthandelsorganisation, niedersächsische Rübenbauern oder Landarbeiter aus dem Süden, die die Themen der Ausstellung kommentierend begleiten.